Geschichte unserer Königin

DER DUFT DES ORIENTS - THE SCENT OF THE ORIENT

hier in der

KÖNIGIN VON SABA

 

 

Die KÖNIGIN VON SABA : Legende, Wirklichkeit, Mythos ?

Viele Hinterlassenschaften verweisen auf die Ursprünge einer Zeit, die

GLÜCKLICHES ARABIEN benannt wurde.

Dieser sagenhafte Reichtum beruhte auf Kamelen und zwei wohl gehüteten Geheimnissen : der Kenntnis der Monsunwinde und der Herkunft von Weihrauch.

Bereits vor Christi Geburt brachte die KÖNIGIN VON SABA - vom heutigen Jemen aus - Luxusgüter ihrer Zeit auf die WEIHRAUCHSTRASSE. Das war eine der ältesten Handelsrouten der Welt. Und diese ist historisch belegt.

Lastkamele durchquerten die 3000 Kilometer der WEIHRAUCHSTRASSE durch die arabische Halbinsel bis nach Israel. Mehr als 100 Tagesmärsche waren dafür nötig. Über den Karawanenweg gelangten neben dem Weihrauch auch Gewürze, Stoffe, Edelsteine, Perlen, Gold bis nach Jerusalem.

Warum Weihrauch ? Das getrocknete Harz des Weihrauchbaumes wird beim Verglühen zu einem einmalig aromatisch duftenden Rauch. Begehrt auch als desinfizierendes und entzündungshemmendes Räuchermittel in der Medizin.

Alle Geschichten um die KÖNIGIN VON SABA verweisen geografisch auf den Südjemen. Unsere Gäste können einen arabesken Turmpalast – gebaut auf einen steilen Felsen – im Erdgeschoss unserer KÖNIGIN bestaunen. Das ist WADI DHAR – unweit von Sanaa.

Was war der Sinn dieser langen Reise unserer KÖNIGIN VON SABA ? Der Ruf des israelischen Königs SALOMO hatte sie erreicht. Auch er galt als reich, weise, weitsichtig, weltoffen. SALOMO sicherte seinem Land im zehnten Jahrhundert vor Christi Geburt über vier Jahrzehnte Frieden.

Zwischen Königreichen und Beduinenland traf unsere Königin auf ihrer Reise an vielen Orten auf Felskunst, deren Deutung unserer Fantasie bis heute viel Raum lässt. Hirten, Pilger, Händler und die Menschen, die an den unterschiedlichsten Orten lebten, ritzen ihre Namen und Geschichten in Reliefs und Felswände ein. Mit Schriften und Zeichensprache. Wir finden auch göttliche Symbole, Tiere der Mythologie und Kriegerszenen in den Gravuren und Darstellungen. Auch das können unsere Gäste nachvollziehen über die 2 Etagen unserer Orient – Lounge.

Unten“ findet Ihr Reliefs der KÖNIGIN selbst. Als Porträt, als Augenstele, als Darstellung ihres Lebens und Herrschens. Umfasst von Monogrammen oder dazu gemeißelten Inschriften.

Auch Weihungen in den Tempeln der damaligen Zeit wurden sehr oft mit langen, in Stein oder Bronze gravierten erklärenden Texten versehen. Südarabische Schrift erzählt von Familienereignissen, Geburt oder Tod. Von Hoffnungen, Wünschen, Bitten, Regeln. Räucheraltare offenbaren sich über ihre Symbolik. Wallfahrts-, Grab – und Augenstelen berichten von Menschen, Leben, Sein und Sterben. Und Gottheiten schützen diese Texte.

Geht in unserer KÖNIGIN auf die Suche nach dem Symbol der Sonnengöttin SHAMS. Findet das Sinnbild der Steinböcke, die vielfach zu Ehren einer Gottheit in Thronen, Opfertischen oder Friesen zu sehen waren und es noch sind. Die Verehrung der Steinböcke zum Beispiel versprach sowohl Erfolg bei der heiligen Jagd, sie schützten die Tierherden und garantierten dem Glauben nach landwirtschaftlichen Erfolg.

Und weiter geht die Reise unserer KÖNIGIN VON SABA.

Sie erreicht die nabatäische Felsenstadt PETRA im heutigen Jordanien. PETRA ist längst Weltkulturerbe und bleibt doch ein steinernes Mysterium. Nicht umsonst gehört die in Sandstein gebaute Wüstenstadt zu den „neuen Weltwundern“. Es ist überliefert, dass Architekten aus Alexandria PETRA mit entwarfen. Die Wasserversorgung des heutigen Touristenmagnets legt gleichwohl Zeugnis ab über die damalige hoch entwickelte Technologie für die Trinkwasserversorgung der Bewohner. Gegenwärtig immer noch sichtbar die Zisterne und in den Fels geschlagene Wasserbecken. Dazu viele Kilometer Wasserleitungen, welche das kostbare Nass erst in Speicher, dann zu der Bevölkerung und den beständig ankommenden wie vorbeiziehenden Karawanen leitete. Und Filmfans erinnern sich beim Anblick des Haupttempels von PETRA in unserer KÖNIGIN bestimmt auch an Harrison Ford und dessen Ritt als Indiana Jones, der in dem Kinoerfolg durch die Siq von PETRA ritt. Hinter dieser bis zu 200 Meter tiefen und nur 2 Meter breiten Schlucht erhebt sich eine gigantische Fassade. Den Haupttempel finden Gäste unserer Lounge nachgebaut in der KÖNIGIN hier. Einer von vielen Bauten mit mehrstöckigen Fassaden, Säulen, Dreiecksbögen, Sprenggiebeln und Rundtempeln in dieser „roten“ Wüstenstadt. Wie aus dem Nichts kamen die Nomaden ins Ostjordanland, gründeten da ihr Königreich und beherrschten 2 Jahrhunderte lang den Handel im nahen Osten.

In der oberen Etage begleiten wir die Reise der KÖNIGIN VON SABA weiter bis nach Jerusalem. Vom Wanddekor arabischer Heiligtümer erzählen auch hier viele Friesen mit verschiedensten Ansichten. Rosetten belegen zum Beispiel den Einfluss der hellenistischen und römischen Kunst. Und die Sonne hieß damals nur „die Göttin“. Sie war die wichtigste aller Götter. Auch die Darstellung von Liebesvereinigungen galt als positives Sinnbild. Unsere Besucher können ebenfalls Reliefs sehen, welche die siegreiche Heimkehr der Krieger zeigen oder Attribute wie Helm, Wams, Dolch und Schaft, die wiederum Macht, Kraft, Stärke und Stolz symbolisieren.

Selbst die Farben der umrahmenden Ornamente sind voller Bedeutung : Gold als Symbol des himmlischen Lichts. Silber als Zeichen der moralischen Unschuld und Messing stand für Strenge wie Beständigkeit.

Nicht zuletzt der geflügelte Stier. Er war nicht nur Symbol für Leben und Fruchtbarkeit. Er galt auch selbst als Gottheit im Tiergewand. Hier in der KÖNIGIN ist er als sabäischer Gott Almaqah nachgebildet – ein Schutzherr für Bewässerung.

Die Karawane auf der WEIHRAUCHSTRASSE nähert sich Israel. In der Symbolik unserer Wandgestaltung ist nun auch die MENORA zu sehen. Der siebenarmige Leuchter bleibt eines der wichtigsten Merkmale des Judentums und steht für Erleuchtung.

Die KÖNIGIN VON SABA ist in Jerusalem angekommen. Die Reise ist zu Ende und kann doch wieder neu beginnen. Egal, ob nun Legende, Sage oder belegbare Geschichte. Und genau hier liegt der Beweis dafür, falls es dies zu beweisen gilt, dass einer der Ursprünge der Mythos ist, ohne den es keine einzige Lehre gibt. Was ist daran erstaunlich, wenn wir bedenken, dass die Wurzeln der Philosophie selbst im Mythos liegen ?

Ohne Poesie wären die Griechen niemals ein Volk von Philosophen geworden“ – sagte Hölderlin.

Also verabschieden wir uns bis zum Wiedersehen hier mit Wolfgang von Goethe :

Wer sich selbst und andre kennt

Wird auch hier erkennen

Orient und Okzident

Sind nicht mehr zu trennen

 

Die KÖNIGIN VON SABA, der dritte israelische KÖNIG SALOMO und die WEIHRAUCHSTRASSE vermittelten zwischen den Kulturen und legten davon Zeugnis ab.

In diesem Sinne : HERZLICH WILLKOMMEN !